Mangelnde Bildqualität - Die Einflussfaktoren

Bei der Qualität der in der JoomGallery angezeigten Bilder muss man zunächst die drei möglichen Bildgrößen unterscheiden.

Thumbnails: Dies sind die kleinen Vorschaubilder, wie sie in der Galerie-/Kategorieansicht erscheinen. Diese werden immer durch die JoomGallery beim Hochladen erzeugt.

Detailbilder: Diese Bilder werden in der Detailansicht verwendet, sowie - je nach Einstellung - in den PopUp-Boxen

Originalbilder: Diese Bilder werden ohne Veränderung - so wie sie sind - auf dem Server abgespeichert, sofern nicht "Originalbilder nach Upload löschen?" aktiviert wurde.

In der Regel wird man beim Upload relativ große Bilder haben, welche für die Darstellung in der Detailansicht verkleinert werden müssen. Die maximale Größe der in der Detailansicht angezeigten Bilder wird normalerweise durch das Template bestimmt. Bei den häufig verwendeten statischen Templates mit einer Breite von 960 Pixeln stehen meist etwa 400-600 Pixel für das Bild selbst zur Verfügung. Um nun ein Bild von beispielsweise 2000x3000 Pixel auf diese Größe zu verkleinern, wird auf eine auf dem Server gespeicherte Grafikbibliothek zugegriffen. In der Regel ist das die GD2-Bibliothek. Häufig ist auch noch die Grafikbibliothek "ImageMagick" installiert. Falls vorhanden, sollte immer Letztere verwendet werden, da diese in den meisten Fällen deutlich schärfere Bilder liefert als GD2.

Leider ist die Bildverkleinerung mittels der o.g. Grafikbibliotheken immer verlustbehaftet.
Eine Möglichkeit auf die Bildqualität Einfluss zu nehmen, ist der Parameter "Qualität" im Tab Bildmanipulation. Je nach eingestelltem Wert erhält man entweder eine gute Qualität mit einer entsprechend großen Datei oder eine schlechtere Qualität mit einer kleineren Datei. Hier muss jeder Seitenbetreiber entscheiden was für ihn wichtig ist. Im Normalfall kann hier aber eine relativ hohe Zahl verwendet werden, da das verkleinern selbst meist genug Speicherplatz einspart.

Wie lässt sich nun die beste Qualität erreichen?
Zunächst muss man sich darüber im Klaren sein, dass auch die Bildverkleinerung am heimischen Rechner verlustbehaftet ist. Jedoch werden bei den hier verwendeten Grafikprogrammen deutlich bessere Algorithmen verwendet, so dass diese im Endeffekt die "schöneren" Ergebnisse liefern.

Wer also Wert auf größtmögliche Qualität legt, sollte seine Bilder bereits am heimischen Rechner auf die richtige Größe bringen und in der JoomGallery die Größenänderung generell ausschalten.

Bei abgeschalteter Größenänderung werden dann nur noch die kleinen Thumbnails auf dem Server erzeugt und die Detailbilder entsprechen den Originalbildern.

Normalerweise sollten nun die Detailbilder in der bestmöglichen Qualität dargestellt werden. Dies lässt sich leicht überprüfen, indem man ein gespeichertes Bild mittels FTP herunterlädt und mit dem am heimischen Rechner vergleicht.

Allerdings lauern immer noch Fallstricke, die es zu beachten gilt.

Die eine Möglichkeit ist durch die Verwendung der Funktion "Wasserzeichen" verursacht. Bei Verwendung dieser Funktion wird dynamisch, d.h. zum Zeitpunkt des Abrufs, das Bild mit der Wasserzeichen-Datei verschmolzen und vom Webserver übertragen. Durch diese "Verschmelzung" der beiden Dateien zu einer ergibt sich nun zwangsläufig eine etwas schlechtere Bildqualität, da diese Bearbeitung wiederum mit einer einfachen Grafikbibliothek auf dem Server durchgeführt werden muss.

Die zweite Möglichkeit, trotz abgeschalteten Wasserzeichens, kann Anwender treffen die über einen Mobilfunkanbieter ins Internet gehen.

Wie das?
Zunächst wird das Bild durch den Webserver in bestmöglicher Qualität übertragen, jedoch auf dem Weg zum Browser des Anwenders, durch den Mobilfunkbetreiber komprimiert und damit verändert. Ein Effekt, der den meisten Anwendern nicht bekannt sein dürfte.

Wie lässt sich feststellen, ob eine (unerwünschte) Datenkomprimierung vorliegt?
Ganz einfach: Wir rufen ein Bild in der Detailansicht der JoomGallery auf und lassen uns dazu die Bildgröße anzeigen. In unserem Beispiel hier ist das Detailbild ca. 148kB groß. Mit dieser Größe sollte es auch zum Anwender übertragen und dort angezeigt werden.

test-komprimierung-screenshot1

Um die tatsächlich übertragene Bildgröße im Firefox zu sehen, klicken wir das Bild mit der rechten Maustaste an und wählen den Befehl "Grafik-Info anzeigen". Nun öffnet sich ein neues Fenster, welches das Bild und die jeweilige Dateigröße anzeigt.

test-komprimierung-screenshot2

In unserem Beispiel ist die hier angezeigte Dateigröße wesentlich geringer als sie sein sollte. Ein deutliches Zeichen dafür, dass hier eine Datenkomprimierung stattgefunden hat.
Hier wurde das Bild - bei gleichbleibender Pixelzahl wohlgemerkt - um mehr als ¾ seiner Größe verkleinert. Eine sehr deutliche Einsparung, zumal JPG schon von Haus aus ein sehr stark komprimierendes Format ist.

Wer nun die maximale (unverfälschte) Qualität seiner Bilder sehen möchte, muss dazu selber tätig werden.
Am Beispiel des Vodafone-Netzes wollen wir zeigen wie das geht.
Die erste Möglichkeit ist, die Webseite performance.vodafone.de (nur über einen tatsächlichen mobilen Zugang möglich) aufzurufen. Dort bietet Vodafone die Möglichkeit an die Komprimierungsrate zu verändern oder ganz abzuschalten. Einem ersten Test zufolge bleiben die dort vorgenommenen Einstellungen auch bei einer neuen Einwahl/Verbindung erhalten.
Eine andere Möglichkeit ist - den Berichten im Internet zufolge - die Installation des Addons "Modify Header" für den Mozilla Firefox. Mit Hilfe dieses Addons werden die Daten "so angefordert", dass keine Komprimierung erfolgen sollte.
Ob auch andere Mobilfunkbetreiber Datenkompression verwenden, haben wir nicht überprüft.

Grundsätzlich muss die Komprimierung seitens der Netzbetreiber nicht nur als Nachteil zu sehen sein. Da die meisten Anwender einen Volumentarif besitzen, können sie so längere Zeit online sein ohne ihr erlaubtes Datenvolumen zu überschreiten. Positiv ist auch der schnellere Seitenaufbau durch die verringerte Datenmenge.

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